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Negotiating a salary increase with your manager in a professional German workplace
Mitarbeiterin: Herr Lange, haben Sie kurz Zeit? Ich würde gerne ein Gespräch über mein Gehalt führen — ich hatte das ja letzte Woche schon kurz angesprochen. Chef: Ja, natürlich. Kommen Sie rein, setzen Sie sich. Ich habe uns zwanzig Minuten geblockt. Frau Dubois — ich bin gespannt, was Sie sagen möchten. Mitarbeiterin: Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen. Ich bin jetzt seit zwei Jahren und vier Monaten im Unternehmen und ich möchte offen mit Ihnen über meine Vergütung sprechen. Chef: Das schätze ich — direkte Kommunikation ist immer besser als Unzufriedenheit im Stillen. Was schwebt Ihnen vor? Mitarbeiterin: Ich habe meine Leistungen der letzten zwei Jahre zusammengefasst und mir ein paar Gedanken gemacht. Darf ich kurz durch meine wichtigsten Punkte gehen? Chef: Bitte. Mitarbeiterin: Ich bin mit einem Bruttogehalt von 48.000 Euro gestartet. Seitdem habe ich die Verantwortung für das gesamte Onboarding-Programm übernommen — das war ursprünglich nicht Teil meiner Stelle. Ich habe das neue CRM-System eingeführt, was uns laut Controlling etwa 15 Prozent Zeitersparnis pro Monat gebracht hat. Und ich habe drei neue Teammitglieder eingearbeitet. Das alles liegt weit über meiner ursprünglichen Stellenbeschreibung. Chef: Das stimmt. Diese Entwicklung haben wir sehr positiv wahrgenommen, und Ihr letztes Feedback-Gespräch war sehr gut. Mitarbeiterin: Danke. Ich habe auch Marktvergleiche angeschaut — laut Stepstone und Gehalt.de liegt das Median-Gehalt für ähnliche Stellen mit meiner Erfahrung und meinen Aufgaben zwischen 54.000 und 58.000 Euro brutto. Ich bitte daher um eine Anpassung auf 55.000 Euro. Chef: Das ist eine deutliche Erhöhung — das wären fast 15 Prozent mehr. Mitarbeiterin: Das klingt nach viel, aber wenn man bedenkt, dass mein Gehalt in zweieinhalb Jahren nicht angepasst wurde und sich mein Aufgabenbereich deutlich erweitert hat, ist das eine marktgerechte Anpassung. Ich bin nicht unzufrieden — ich bin sehr gerne hier. Aber ich möchte auch, dass meine Arbeit entsprechend anerkannt wird. Chef: Das ist ein fairer Standpunkt. Ich kann Ihnen heute keine Zusage machen — das liegt nicht alleine bei mir, ich muss das mit der Geschäftsführung abstimmen. Aber ich nehme das ernst und werde das in der nächsten Budgetrunde einbringen. Mitarbeiterin: Ich verstehe das. Wann wäre die nächste Budgetrunde? Chef: Die nächste Runde ist Anfang Oktober — also in etwa sechs Wochen. Ich würde sagen, wir sprechen dann spätestens Mitte Oktober mit einem konkreten Ergebnis. Mitarbeiterin: Das ist in Ordnung. Darf ich noch fragen — was wäre Ihrer Einschätzung nach realistisch? Ich möchte nicht im Dunkeln tappen. Chef: Ich kann nicht vorab eine Zahl versprechen. Aber ich kann sagen: Ihr Argument ist gut vorbereitet und sachlich nachvollziehbar. Das wird in der Diskussion helfen. Ob 55.000 Euro erreichbar sind, kann ich nicht garantieren — aber eine Anpassung nach oben halte ich für begründbar. Mitarbeiterin: Das reicht mir als Rückmeldung. Darf ich Ihnen meinen Vergleich als kurze Zusammenfassung per Mail schicken — damit Sie das als Grundlage für das Gespräch mit der Geschäftsführung haben? Chef: Ja, das wäre sehr hilfreich. Kurz und strukturiert, dann kann ich das direkt weiterleiten. Mitarbeiterin: Mache ich heute noch. Und noch eine Frage — falls die volle Erhöhung nicht möglich ist: Gibt es andere Möglichkeiten der Anerkennung? Ich denke zum Beispiel an zusätzliche Urlaubstage oder Weiterbildungsbudget. Chef: Das ist ein kluger Punkt. Ja, das sind Alternativen, die wir auch besprechen können. Flexiblere Arbeitszeiten ebenfalls. Das sollten wir gemeinsam anschauen, falls wir beim Gehalt Grenzen haben. Mitarbeiterin: Das klingt konstruktiv. Dann freue ich mich auf das Gespräch Mitte Oktober. Vielen Dank, Herr Lange — ich schätze, dass Sie das ernst nehmen. Chef: Danke für Ihre Offenheit, Frau Dubois. Genau so sollte so ein Gespräch laufen. Bis bald!
Negotiating a salary increase with your manager in a professional German workplace
Das Gespräch
Herr Lange, haben Sie kurz Zeit? Ich würde gerne ein Gespräch über mein Gehalt führen — ich hatte das ja letzte Woche schon kurz angesprochen.
Ja, natürlich. Kommen Sie rein, setzen Sie sich. Ich habe uns zwanzig Minuten geblockt. Frau Dubois — ich bin gespannt, was Sie sagen möchten.
Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen. Ich bin jetzt seit zwei Jahren und vier Monaten im Unternehmen und ich möchte offen mit Ihnen über meine Vergütung sprechen.
Das schätze ich — direkte Kommunikation ist immer besser als Unzufriedenheit im Stillen. Was schwebt Ihnen vor?
Ich habe meine Leistungen der letzten zwei Jahre zusammengefasst und mir ein paar Gedanken gemacht. Darf ich kurz durch meine wichtigsten Punkte gehen?
Bitte.
Ich bin mit einem Bruttogehalt von 48.000 Euro gestartet. Seitdem habe ich die Verantwortung für das gesamte Onboarding-Programm übernommen — das war ursprünglich nicht Teil meiner Stelle. Ich habe das neue CRM-System eingeführt, was uns laut Controlling etwa 15 Prozent Zeitersparnis pro Monat gebracht hat. Und ich habe drei neue Teammitglieder eingearbeitet. Das alles liegt weit über meiner ursprünglichen Stellenbeschreibung.
Das stimmt. Diese Entwicklung haben wir sehr positiv wahrgenommen, und Ihr letztes Feedback-Gespräch war sehr gut.
Danke. Ich habe auch Marktvergleiche angeschaut — laut Stepstone und Gehalt.de liegt das Median-Gehalt für ähnliche Stellen mit meiner Erfahrung und meinen Aufgaben zwischen 54.000 und 58.000 Euro brutto. Ich bitte daher um eine Anpassung auf 55.000 Euro.
Das ist eine deutliche Erhöhung — das wären fast 15 Prozent mehr.
Das klingt nach viel, aber wenn man bedenkt, dass mein Gehalt in zweieinhalb Jahren nicht angepasst wurde und sich mein Aufgabenbereich deutlich erweitert hat, ist das eine marktgerechte Anpassung. Ich bin nicht unzufrieden — ich bin sehr gerne hier. Aber ich möchte auch, dass meine Arbeit entsprechend anerkannt wird.
Das ist ein fairer Standpunkt. Ich kann Ihnen heute keine Zusage machen — das liegt nicht alleine bei mir, ich muss das mit der Geschäftsführung abstimmen. Aber ich nehme das ernst und werde das in der nächsten Budgetrunde einbringen.
Ich verstehe das. Wann wäre die nächste Budgetrunde?
Die nächste Runde ist Anfang Oktober — also in etwa sechs Wochen. Ich würde sagen, wir sprechen dann spätestens Mitte Oktober mit einem konkreten Ergebnis.
Das ist in Ordnung. Darf ich noch fragen — was wäre Ihrer Einschätzung nach realistisch? Ich möchte nicht im Dunkeln tappen.
Ich kann nicht vorab eine Zahl versprechen. Aber ich kann sagen: Ihr Argument ist gut vorbereitet und sachlich nachvollziehbar. Das wird in der Diskussion helfen. Ob 55.000 Euro erreichbar sind, kann ich nicht garantieren — aber eine Anpassung nach oben halte ich für begründbar.
Das reicht mir als Rückmeldung. Darf ich Ihnen meinen Vergleich als kurze Zusammenfassung per Mail schicken — damit Sie das als Grundlage für das Gespräch mit der Geschäftsführung haben?
Ja, das wäre sehr hilfreich. Kurz und strukturiert, dann kann ich das direkt weiterleiten.
Mache ich heute noch. Und noch eine Frage — falls die volle Erhöhung nicht möglich ist: Gibt es andere Möglichkeiten der Anerkennung? Ich denke zum Beispiel an zusätzliche Urlaubstage oder Weiterbildungsbudget.
Das ist ein kluger Punkt. Ja, das sind Alternativen, die wir auch besprechen können. Flexiblere Arbeitszeiten ebenfalls. Das sollten wir gemeinsam anschauen, falls wir beim Gehalt Grenzen haben.
Das klingt konstruktiv. Dann freue ich mich auf das Gespräch Mitte Oktober. Vielen Dank, Herr Lange — ich schätze, dass Sie das ernst nehmen.
Danke für Ihre Offenheit, Frau Dubois. Genau so sollte so ein Gespräch laufen. Bis bald!
Schlüsselausdrücke
„Ich möchte über mein Gehalt sprechen."
I would like to talk about my salary.
„Mein Aufgabenbereich hat sich deutlich erweitert."
My responsibilities have expanded significantly.
„Laut Marktvergleich liegt das übliche Gehalt bei..."
According to market comparisons, the typical salary is...
„Ich bitte um eine Anpassung auf X Euro."
I am requesting an adjustment to X euros.
„Wann kann ich mit einer Rückmeldung rechnen?"
When can I expect feedback?
Wortschatz
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Kulturelle Einblicke
Germans respond well to data-driven arguments — always bring market comparisons (Stepstone, Gehalt.de, LinkedIn Insights)
List concrete achievements with measurable impact before naming your target salary
Do not apologize for asking — frame it as a professional, factual conversation
If a full raise is not possible, ask about Urlaubstage (extra vacation), Homeoffice, or Weiterbildungsbudget as alternatives
Always follow up with a short summary email after the meeting so there is a written record
Budget decisions in German companies often require Geschäftsführung (management board) approval — patience is expected