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Break the ice with locals at a German pub or regulars' table — and survive the Direktheit!
Stammgast: Sie sind neu hier, oder? Ich habe Sie noch nie in dieser Kneipe gesehen. Neuankömmling: Ja, stimmt. Ich wohne seit einem Monat in der Nähe. Ich bin nach Berlin gezogen — aus Madrid. Stammgast: Aus Madrid! Willkommen in Berlin. Wie gefällt es Ihnen bisher? Neuankömmling: Es ist wirklich eine tolle Stadt. Viel Energie, viel Kultur. Aber ehrlich gesagt... die Menschen sind anders als ich erwartet hatte. Stammgast: Wie meinen Sie das? Anders im positiven oder negativen Sinne? Neuankömmling: Nicht negativ, nur... direkter. In Spanien sind wir sehr herzlich, sehr offen sofort. Hier fühlt es sich manchmal etwas kühl an, zumindest am Anfang. Stammgast: Ha — das ist die klassische Erfahrung von jedem Ausländer in Deutschland! Wir haben einen schlechten Ruf dafür. Aber ich erkläre Ihnen was: Wenn ein Deutscher sagt, Ihre Arbeit ist mittelmäßig — das ist kein Angriff. Das ist ehrliche Meinung. Und wenn wir Freunde sind, dann wirklich. Dann hält das ein Leben lang. Neuankömmling: Das habe ich langsam verstanden. Mein Kollege war am Anfang sehr kurz angebunden, jetzt essen wir zusammen Mittagessen. [lacht] Stammgast: Genau so läuft das! Es dauert etwas, aber dann ist es echt. Was machen Sie hier in Berlin, wenn ich fragen darf? Neuankömmling: Ich arbeite im Marketing, für eine Berliner Agentur. Und Sie — kommen Sie oft hier her? Stammgast: Ich bin quasi Stammgast, deswegen der Name. [lacht] Ich sitze hier seit zehn Jahren jeden Donnerstag. Früher war ich mehr — aber man wird alt. Ich heiße übrigens Klaus. Neuankömmling: Ich bin Alejandro. Sehr angenehm, Klaus. Stammgast: Alejandro! Das klingt hier etwas exotisch. Darf ich fragen — sprechen Sie schon lange Deutsch? Neuankömmling: Zwei Jahre. Ich hatte Unterricht in Madrid und lerne seitdem weiter. Aber es gibt Dinge, die mich verwirren — zum Beispiel warum reden die Deutschen auf der Straße nicht miteinander? In Madrid spricht man einfach den Nächsten an. Stammgast: [lacht] Ah, das ist eine sehr gute Beobachtung! Im öffentlichen Raum lassen wir uns gerne in Ruhe — wir respektieren die Privatsphäre des anderen sehr. Aber in der Kneipe — da ist alles anders! Da reden wir. Noch ein Bier? Neuankömmling: Ja, gerne! Was würden Sie empfehlen? Stammgast: Das Pils hier ist gut, frisch gezapft. Und wenn Sie Durst haben — kein Kölsch bestellen, das ist das Bier aus Köln, hier in Berlin gilt das als Beleidigung. [zwinkert] Kellner! Zweimal Pils, bitte! Kellner: Kommt sofort! Neuankömmling: Das weiß ich nun. Ach, noch eine Frage — ich möchte nächste Woche mit Arbeitskollegen anstoßen. Gibt es Regeln beim Prost? Stammgast: Oh ja! Absolute Pflicht: Augenkontakt beim Anstoßen. Jeden im Kreis anschauen, der Reihe nach. Das ist in Deutschland sehr ernst gemeint — wer den Augenkontakt nicht macht, bringt sieben Jahre Unglück, sagt man. Oder sieben Jahre schlechter Sex, je nach Version. Neuankömmling: [lacht laut] Das vergesse ich garantiert nicht! Stammgast: [hebt das Glas] Also dann — auf Ihr Wohl, Alejandro! Und herzlich willkommen in Berlin und in dieser Kneipe. Neuankömmling: Prost, Klaus! [Augenkontakt] Auf Berlin! Stammgast: Sehr gut gemacht! Sie lernen schnell. [lacht]
Break the ice with locals at a German pub or regulars' table — and survive the Direktheit!
Das Gespräch
Sie sind neu hier, oder? Ich habe Sie noch nie in dieser Kneipe gesehen.
Ja, stimmt. Ich wohne seit einem Monat in der Nähe. Ich bin nach Berlin gezogen — aus Madrid.
Aus Madrid! Willkommen in Berlin. Wie gefällt es Ihnen bisher?
Es ist wirklich eine tolle Stadt. Viel Energie, viel Kultur. Aber ehrlich gesagt... die Menschen sind anders als ich erwartet hatte.
Wie meinen Sie das? Anders im positiven oder negativen Sinne?
Nicht negativ, nur... direkter. In Spanien sind wir sehr herzlich, sehr offen sofort. Hier fühlt es sich manchmal etwas kühl an, zumindest am Anfang.
Ha — das ist die klassische Erfahrung von jedem Ausländer in Deutschland! Wir haben einen schlechten Ruf dafür. Aber ich erkläre Ihnen was: Wenn ein Deutscher sagt, Ihre Arbeit ist mittelmäßig — das ist kein Angriff. Das ist ehrliche Meinung. Und wenn wir Freunde sind, dann wirklich. Dann hält das ein Leben lang.
Das habe ich langsam verstanden. Mein Kollege war am Anfang sehr kurz angebunden, jetzt essen wir zusammen Mittagessen. [lacht]
Genau so läuft das! Es dauert etwas, aber dann ist es echt. Was machen Sie hier in Berlin, wenn ich fragen darf?
Ich arbeite im Marketing, für eine Berliner Agentur. Und Sie — kommen Sie oft hier her?
Ich bin quasi Stammgast, deswegen der Name. [lacht] Ich sitze hier seit zehn Jahren jeden Donnerstag. Früher war ich mehr — aber man wird alt. Ich heiße übrigens Klaus.
Ich bin Alejandro. Sehr angenehm, Klaus.
Alejandro! Das klingt hier etwas exotisch. Darf ich fragen — sprechen Sie schon lange Deutsch?
Zwei Jahre. Ich hatte Unterricht in Madrid und lerne seitdem weiter. Aber es gibt Dinge, die mich verwirren — zum Beispiel warum reden die Deutschen auf der Straße nicht miteinander? In Madrid spricht man einfach den Nächsten an.
[lacht] Ah, das ist eine sehr gute Beobachtung! Im öffentlichen Raum lassen wir uns gerne in Ruhe — wir respektieren die Privatsphäre des anderen sehr. Aber in der Kneipe — da ist alles anders! Da reden wir. Noch ein Bier?
Ja, gerne! Was würden Sie empfehlen?
Das Pils hier ist gut, frisch gezapft. Und wenn Sie Durst haben — kein Kölsch bestellen, das ist das Bier aus Köln, hier in Berlin gilt das als Beleidigung. [zwinkert] Kellner! Zweimal Pils, bitte!
Kommt sofort!
Das weiß ich nun. Ach, noch eine Frage — ich möchte nächste Woche mit Arbeitskollegen anstoßen. Gibt es Regeln beim Prost?
Oh ja! Absolute Pflicht: Augenkontakt beim Anstoßen. Jeden im Kreis anschauen, der Reihe nach. Das ist in Deutschland sehr ernst gemeint — wer den Augenkontakt nicht macht, bringt sieben Jahre Unglück, sagt man. Oder sieben Jahre schlechter Sex, je nach Version.
[lacht laut] Das vergesse ich garantiert nicht!
[hebt das Glas] Also dann — auf Ihr Wohl, Alejandro! Und herzlich willkommen in Berlin und in dieser Kneipe.
Prost, Klaus! [Augenkontakt] Auf Berlin!
Sehr gut gemacht! Sie lernen schnell. [lacht]
Schlüsselausdrücke
„Ich bin neu hier."
I am new here.
„Wie gefällt Ihnen Deutschland?"
How do you like Germany?
„Darf ich mich dazusetzen?"
May I join you?
„Auf Ihr Wohl! / Prost!"
Cheers! / To your health!
Wortschatz
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Kulturelle Einblicke
Always make eye contact when clinking glasses — it is considered rude not to
Germans value honesty over politeness — directness is not rudeness, it is respect
Asking to sit at a table with strangers is normal — say "Ist hier noch frei?"
Splitting the bill (jeder zahlt für sich) is very common — do not expect one person to cover all
Small talk about the weather, football, or local politics are safe starters