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Understand how to enroll in German public health insurance — mandatory for almost everyone.
Kundenberater: Guten Tag, TK-Kundenservice Berlin, mein Name ist Vogel. Wie kann ich Ihnen helfen? Neukunde: Guten Tag, Herr Vogel. Ich heiße Yuna Park. Ich fange nächsten Monat eine Stelle als Ingenieurin an und brauche eine Krankenversicherung. Ich bin gerade etwas verloren — ich weiß nicht genau, wie das in Deutschland funktioniert. Kundenberater: Kein Problem, das erkläre ich Ihnen gerne Schritt für Schritt. Zunächst zur Grundfrage: In Deutschland gibt es zwei Systeme — die gesetzliche Krankenversicherung, kurz GKV, und die private Krankenversicherung, PKV. Als Angestellte unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze — das sind aktuell etwa 69.300 Euro brutto im Jahr — sind Sie automatisch in der GKV versicherungspflichtig. Neukunde: Und die TK ist eine gesetzliche Krankenkasse? Kundenberater: Genau. Die Techniker Krankenkasse ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Sie können Ihre Krankenkasse frei wählen — wir sind eine von mehreren gesetzlichen Kassen. Neukunde: Und muss ich mich selbst anmelden, oder macht das mein Arbeitgeber? Kundenberater: Sie wählen Ihre Krankenkasse selbst und teilen das Ihrem Arbeitgeber schriftlich mit — am besten per E-Mail oder mit einem kurzen Formular. Dann meldet der Arbeitgeber Sie bei uns an. Sie müssen nicht persönlich zu uns kommen. Neukunde: Ah, das ist einfacher als ich dachte. Und was kostet mich das? Kundenberater: Der allgemeine Beitragssatz der GKV liegt bei 14,6 Prozent Ihres Bruttolohns. Davon zahlen Sie und Ihr Arbeitgeber je die Hälfte — also 7,3 Prozent von Ihrem Gehalt. Dazu kommt ein kassenindividueller Zusatzbeitrag. Bei der TK liegt der aktuell bei 1,8 Prozent, also nochmal 0,9 Prozent für Sie. Neukunde: Das heißt, ich zahle insgesamt etwa 8,2 Prozent meines Bruttogehalts? Kundenberater: Genau richtig gerechnet. Bei einem Bruttogehalt von zum Beispiel 4.000 Euro wären das etwa 328 Euro pro Monat von Ihnen — Ihr Arbeitgeber zahlt dieselbe Summe zusätzlich. Neukunde: Okay, das ist klar. Ich habe noch eine Frage zur Familie — ich bin verheiratet, mein Mann arbeitet noch nicht in Deutschland. Ist er auch versichert? Kundenberater: Ja! Das ist eines der großen Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung — die sogenannte Familienversicherung. Nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder unter 25 Jahren können kostenlos mitversichert werden, solange ihr eigenes Einkommen unter 505 Euro im Monat liegt. Neukunde: Das ist wirklich gut. Und was genau ist abgedeckt? Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte... Kundenberater: Die GKV deckt sehr viel ab: Arztbesuche bei Allgemeinmedizinern und Fachärzten, Krankenhausbehandlungen, Medikamente auf Rezept mit einer kleinen gesetzlichen Zuzahlung von maximal zehn Euro pro Mittel, Physiotherapie nach Verordnung, psychotherapeutische Behandlungen und vieles mehr. Neukunde: Und die Zahnbehandlung? Ich habe gehört, das ist bei der GKV schlechter abgedeckt. Kundenberater: Grundlegende Zahnbehandlung — Füllungen, Wurzelbehandlungen — ist gedeckt. Bei Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantaten zahlen Sie jedoch einen Teil selbst. Die gesetzliche Kasse übernimmt einen Festzuschuss. Wenn Sie aber regelmäßig zur Kontrolle gehen und Ihr Bonusheft führen — das ist ein Heft, in dem jährliche Zahnarztbesuche eingetragen werden — erhöht sich Ihr Zuschuss nach fünf Jahren auf 70 Prozent, nach zehn Jahren auf 75 Prozent. Neukunde: Was ist dieses Bonusheft genau? Kundenberater: Das ist ein kleines Heft, das Ihr Zahnarzt ausfüllt — einmal im Jahr. Es dokumentiert, dass Sie regelmäßig zur Vorsorge gehen. Wenn Sie es konsequent führen, bekommen Sie bei größerem Zahnersatz deutlich mehr erstattet. Ich empfehle dringend, damit sofort anzufangen. Neukunde: Das merke ich mir. Noch eine praktische Frage — ich brauche die Versicherungskarte für Arztbesuche, oder? Wann bekomme ich die? Kundenberater: Die elektronische Gesundheitskarte, kurz eGK, kommt in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Anmeldung per Post. In der Zwischenzeit bekommen Sie eine vorläufige Bescheinigung — die müssen die meisten Arztpraxen akzeptieren. Neukunde: Und wenn ich zum Arzt muss bevor die Karte da ist? Kundenberater: Dann rufen Sie einfach bei uns an — wir stellen Ihnen eine digitale Bescheinigung aus, die Sie ausdrucken oder vorzeigen können. Das klappt normalerweise reibungslos. Neukunde: Perfekt. Wie melde ich mich jetzt an? Kundenberater: Am schnellsten online auf tk.de — der Antrag dauert etwa fünf Minuten. Sie brauchen Ihre Steueridentifikationsnummer, Ihre Adresse und die Daten Ihres Arbeitgebers. Alternativ kommen Sie in eine unserer Filialen — wir sind in Berlin an sechs Standorten vertreten. Neukunde: Ich mache das heute noch online. Vielen Dank, Herr Vogel — Sie haben alles sehr klar erklärt. Kundenberater: Das freut mich! Alles Gute für Ihren neuen Job und herzlich willkommen in Deutschland, Frau Park. Wenn Sie noch Fragen haben, erreichen Sie uns jederzeit. Auf Wiederhören!
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Das Gespräch
Guten Tag, TK-Kundenservice Berlin, mein Name ist Vogel. Wie kann ich Ihnen helfen?
Guten Tag, Herr Vogel. Ich heiße Yuna Park. Ich fange nächsten Monat eine Stelle als Ingenieurin an und brauche eine Krankenversicherung. Ich bin gerade etwas verloren — ich weiß nicht genau, wie das in Deutschland funktioniert.
Kein Problem, das erkläre ich Ihnen gerne Schritt für Schritt. Zunächst zur Grundfrage: In Deutschland gibt es zwei Systeme — die gesetzliche Krankenversicherung, kurz GKV, und die private Krankenversicherung, PKV. Als Angestellte unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze — das sind aktuell etwa 69.300 Euro brutto im Jahr — sind Sie automatisch in der GKV versicherungspflichtig.
Und die TK ist eine gesetzliche Krankenkasse?
Genau. Die Techniker Krankenkasse ist eine der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands. Sie können Ihre Krankenkasse frei wählen — wir sind eine von mehreren gesetzlichen Kassen.
Und muss ich mich selbst anmelden, oder macht das mein Arbeitgeber?
Sie wählen Ihre Krankenkasse selbst und teilen das Ihrem Arbeitgeber schriftlich mit — am besten per E-Mail oder mit einem kurzen Formular. Dann meldet der Arbeitgeber Sie bei uns an. Sie müssen nicht persönlich zu uns kommen.
Ah, das ist einfacher als ich dachte. Und was kostet mich das?
Der allgemeine Beitragssatz der GKV liegt bei 14,6 Prozent Ihres Bruttolohns. Davon zahlen Sie und Ihr Arbeitgeber je die Hälfte — also 7,3 Prozent von Ihrem Gehalt. Dazu kommt ein kassenindividueller Zusatzbeitrag. Bei der TK liegt der aktuell bei 1,8 Prozent, also nochmal 0,9 Prozent für Sie.
Das heißt, ich zahle insgesamt etwa 8,2 Prozent meines Bruttogehalts?
Genau richtig gerechnet. Bei einem Bruttogehalt von zum Beispiel 4.000 Euro wären das etwa 328 Euro pro Monat von Ihnen — Ihr Arbeitgeber zahlt dieselbe Summe zusätzlich.
Okay, das ist klar. Ich habe noch eine Frage zur Familie — ich bin verheiratet, mein Mann arbeitet noch nicht in Deutschland. Ist er auch versichert?
Ja! Das ist eines der großen Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung — die sogenannte Familienversicherung. Nicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder unter 25 Jahren können kostenlos mitversichert werden, solange ihr eigenes Einkommen unter 505 Euro im Monat liegt.
Das ist wirklich gut. Und was genau ist abgedeckt? Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte...
Die GKV deckt sehr viel ab: Arztbesuche bei Allgemeinmedizinern und Fachärzten, Krankenhausbehandlungen, Medikamente auf Rezept mit einer kleinen gesetzlichen Zuzahlung von maximal zehn Euro pro Mittel, Physiotherapie nach Verordnung, psychotherapeutische Behandlungen und vieles mehr.
Und die Zahnbehandlung? Ich habe gehört, das ist bei der GKV schlechter abgedeckt.
Grundlegende Zahnbehandlung — Füllungen, Wurzelbehandlungen — ist gedeckt. Bei Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantaten zahlen Sie jedoch einen Teil selbst. Die gesetzliche Kasse übernimmt einen Festzuschuss. Wenn Sie aber regelmäßig zur Kontrolle gehen und Ihr Bonusheft führen — das ist ein Heft, in dem jährliche Zahnarztbesuche eingetragen werden — erhöht sich Ihr Zuschuss nach fünf Jahren auf 70 Prozent, nach zehn Jahren auf 75 Prozent.
Was ist dieses Bonusheft genau?
Das ist ein kleines Heft, das Ihr Zahnarzt ausfüllt — einmal im Jahr. Es dokumentiert, dass Sie regelmäßig zur Vorsorge gehen. Wenn Sie es konsequent führen, bekommen Sie bei größerem Zahnersatz deutlich mehr erstattet. Ich empfehle dringend, damit sofort anzufangen.
Das merke ich mir. Noch eine praktische Frage — ich brauche die Versicherungskarte für Arztbesuche, oder? Wann bekomme ich die?
Die elektronische Gesundheitskarte, kurz eGK, kommt in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Anmeldung per Post. In der Zwischenzeit bekommen Sie eine vorläufige Bescheinigung — die müssen die meisten Arztpraxen akzeptieren.
Und wenn ich zum Arzt muss bevor die Karte da ist?
Dann rufen Sie einfach bei uns an — wir stellen Ihnen eine digitale Bescheinigung aus, die Sie ausdrucken oder vorzeigen können. Das klappt normalerweise reibungslos.
Perfekt. Wie melde ich mich jetzt an?
Am schnellsten online auf tk.de — der Antrag dauert etwa fünf Minuten. Sie brauchen Ihre Steueridentifikationsnummer, Ihre Adresse und die Daten Ihres Arbeitgebers. Alternativ kommen Sie in eine unserer Filialen — wir sind in Berlin an sechs Standorten vertreten.
Ich mache das heute noch online. Vielen Dank, Herr Vogel — Sie haben alles sehr klar erklärt.
Das freut mich! Alles Gute für Ihren neuen Job und herzlich willkommen in Deutschland, Frau Park. Wenn Sie noch Fragen haben, erreichen Sie uns jederzeit. Auf Wiederhören!
Schlüsselausdrücke
„Ich brauche eine Krankenversicherung."
I need health insurance.
„Was ist im Leistungsumfang enthalten?"
What is included in the coverage?
„Können meine Kinder mitversichert werden?"
Can my children be co-insured?
„Wie hoch ist der Beitrag?"
How high is the contribution?
Wortschatz
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Kulturelle Einblicke
Health insurance is mandatory in Germany — you must have it
You freely choose your Krankenkasse — compare prices and services
Keep your Bonusheft (dental booklet) — annual check-ups increase your subsidy for dental work
Employed people are automatically in the public system below a salary threshold
Above ~69,000€/year you can switch to private insurance (PKV)